Geld oder Glück? oder beides?

In den Zeitschriften, Werbungen und auf Plakatwänden, da wird einem die perfekte Figur, die modischen Kleider, das noch bessere Aussehen angepriesen und alles auch gleich noch verkauft. Wenn man der Werbung alles glauben würde, dann hätte man angeblich am Schluss das vollständige Glück erworben und bräuchte nie mehr irgend etwas…. Oder vielleicht doch nicht??… 

 

Wir suchen unsere Zufriedenheit und unser Glück am Anfang meistens im Aussen. In der grösseren Wohnung, im neuen Auto, dem perfekten Partner, die Vorzeige-Kinder, die ausgefallensten Ferien, usw.. All dies verhilft uns kurzfristig zu einem vermeintlichen Glücksgefühl. 

Aber was ist, wenn die Wohnung teurer als geplant ist, das Auto in die Jahre kommt, der Partner seine Macken zeigt, die Kinder Probleme machen, die Ferien schon wieder vorbei sind? Irgendwie macht uns das Ganze doch nicht glücklich und dann muss sofort etwas Neues her.

Ein neues technisches Gerät (TV, Handy) oder schnell noch ein paar Kleider bestellt, dann geht’s mir sicher gleich wieder besser. Und wenn doch nicht, dann kann ich mich immer noch mit dem TV-Programm ablenken oder dem Handy oder dem PC mit dem neuesten Online-Game oder ins Kino oder ein Städte-Tripp oder...

Du weisst sicher, was ich meine.

Ich kenne diese Symptome jedenfalls nur zu gut aus meiner eigenen Erfahrung. :-)

 

Nach ein paar Jahren oder Jahrzehnten merkt man jedoch, dass all diese Dinge nicht wirklich zum Lebensglück verhelfen. Die Kompensation macht nur kurzfristig glücklich (auch wenn die Werbung was anderes verspricht). :-)

 

Vielleicht beginnt man irgendwann darüber nachzudenken:

was hat mich früher als Kind glücklich gemacht?

 

Da war möglicherweise das Herumtollen auf einer Wiese; eine Blume bestaunen; einem Schmetterling zuschauen, der von Blüte zu Blüte schwirrt; nur dasitzen, vor sich hinträumen; die Sonne geniessen; bei Regenwetter in eine Pfütze springen, damit es so richtig spritzt; im Winter einen Schneeengel machen oder einen Schneemann bauen, den Schneeflocken zuschauen, mit Freunden sich austauschen, usw.

 

Es waren keine materiellen Dinge, sondern alles Sachen, die kostenlos vorhanden sind. Die Natur wartet nur auf uns, dass wir durch die Wälder streifen und den Blick für die vermeintlich «normalen» Dinge wieder schärfen. Vielleicht ein Reh, ein Bussard oder ein anderes Wildtier, dass sich dir zeigt. Und bei einem Spaziergang findest du möglicherweise die Ruhe, um dich hinzusetzen und den inneren Frieden zu finden. An einem sonnigen Plätzchen ausruhen und dankbar sein für alles was man hat. Dankbar sein für die Gesundheit, für das Essen, das wir täglich zur Verfügung haben, das Dach über dem Kopf und alles was sonst noch so «selbstverständlich» ist.

Diese tiefe und ehrlich empfundene Dankbarkeit löst ein unglaubliches Glückgefühl aus. Je mehr man diese Dankbarkeit im Leben erlaubt und geniesst, desto langanhaltender wird das Glücksgefühl. Und irgendwann entsteht ein bleibendes Gefühl des inneren, nachhaltigen Glücks, das nicht mit Geld zu kaufen ist.

 

Durch dieses verinnerlichte Dankbarkeits-Glücksgefühlsteht steht dann auch der Dankbarkeit gegenüber dem Geld nichts mehr im Wege. Denn Geld ist an- und für sich nichts Negatives, sondern nur das was wir daraus machen.

 

Daher geniesse bitte täglich das Glück, dass in deinem Leben auftaucht und möge es noch so klein sein.

Achtung: das könnte dein Leben nachhaltig verändern.

 

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