Freundschaft – wie erlebst du das?

Für mich war und ist Freundschaft gleichbedeutend mit da sein für jemanden, auch zu unmöglichen Zeiten, für einander durchs Feuer gehen, zusammen Pferde stehlen, ein offenes Ohr für Freudiges und weniger Freudiges haben, sich für den anderen interessieren, um ihn kümmern…….und ich war immer der Meinung, das müsste gegenseitig sein.

 

Früher gab es Leute in meinem Umfeld, die immer mal wiederauftauchen, sich ihre Ration «Freundschaft» abholten und dann wieder untertauchten. Wenn diese Leute etwas benötigen, dann ist man bester Freund/beste Freundin. Sobald man aber auch etwas benötigen würde, dann haben sie andere Termine oder sind nicht erreichbar. Lange habe ich mich hinterfragt, ob ich einfach zu hohe Erwartungen habe oder sonst irgendwie komisch bin. :-)

 

In früheren Jahren habe ich bei diesen Spielen mitgemacht. Und war dann enttäuscht, wenn jemand sich für mein Verständnis verletzend verhielt. In der Zwischenzeit habe ich gelernt, mich besser abzugrenzen und solche «Freundschaften» ins Leere laufen zu lassen. Bei manchen Personen habe ich das offene Gespräch gesucht und mit ganz ehrlichen Worten darauf hingewiesen. Interessanterweise war das Gegenüber kurzzeitig verletzt, hat jedoch kurz darauf genau gleich weitergemacht, als ob nichts gewesen wäre. Für mich war das ein sehr interessantes Verhalten. Am Arbeitsplatz kann man solche Freundschaften nicht einfach beenden, jedoch eingehend studieren und zu neuen Erkenntnissen gelangen. Meiner Meinung nach ist dies ein sehr wertvolles Umfeld, um die Menschen und ihr Verhalten besser verstehen zu können. 

 

Das Schöne ist jedoch, dass es auch andere Personen gibt, welche die Bezeichnung «Freund/Freundin» wirklich verdienen. Und diese Freundschaften gilt es zu pflegen und sie wirklich zu schätzen. Diese Freunde sind das Salz in der Suppe oder die schönste Muschel am Strand.

 

Ich bin dankbar für alle wirklichen Freunde, welche in meinem Leben sind.

Danke vielmals für alles!

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