Glaubst du an Gott?

Als ich jung war, besuchte ich in den vorgeschriebenen Religionsunterricht und musste 12 Mal im Jahr am Sonntag in die Kirche. Das Schlimmste war dabei, dass mich meine Familie jedes Mal ausgelacht hat, wenn ich am Sonntagmorgen missmutig in die Kirche gegangen bin. Die Bibel war für mich in einer unverständlichen Sprache geschrieben, die Worte irgendwie so kompliziert. In der Familie war «Gott» kein Thema oder eher negativ belastet.

Mit dieser Einstellung bin ich einige Jahre durchs Leben gegangen.

  

Mit ca. 30 hatte ich eine Arbeitskollegin, welche Mitglied bei der Pfingstgemeinde war. Ich war zu dieser Zeit interessiert am christlichen Gedankengut und mich hat die christliche Nächstenliebe fasziniert. Ich musste jedoch enttäuscht feststellen, dass auch die Mitglieder der Pfingstgemeinde nur «Menschen» sind, mit all ihren Schwächen. Und als dann meine Arbeitskollegin erwartet hat, dass ich Mitglied der Pfingstgemeinde werde, da hatte sich die Freundschaft schnell erledigt. Da habe ich das Thema Gott mal wieder auf Eis gelegt.

 

Die folgenden Jahre habe ich mich mit Themen aus Religion, Politik etc. befasst und die Machenschaften der Kirche waren für mich nicht akzeptabel. Es gab in diesen Jahren viele Skandale, welche ans Licht kamen.

 

Und doch hatte ich all die Jahre das Gefühl, da gibt es etwas Grösseres, etwas Göttliches, etwas das mich anzieht.

Ich habe dies im Schamanismus, in der Meditation, im Buddhismus und in anderen Religionen gesucht. Irgendwie war es aber das «Richtige» dabei.

 

Erst dieses Jahr hat sich dann der Knoten gelöst. Ich konnte meinen Frieden finden mit Gott, Jesus und der Bibel. Ich habe erkannt, dass weder Jesus noch Gott verantwortlich sind für das Verhalten der Kirche, noch für meine vorgeschriebenen Kirchenbesuche. Auch nicht für das Verhalten meiner Mitmenschen. Und in der Zwischenzeit gibt es auch eine Bibelversion in «meiner» Sprache. Es ist die «Hoffnung für alle». Die ist sogar für mich lesbar.

  

Für mich war es sehr befreiend, meinen Frieden mit Gott zu finden. Es war wie eine ungelöste Aufgabe, welche ich mit mir herumgetragen habe. Und seit ich mit diesem Thema im Frieden bin, bin ich es auch in meinem Leben. So viele Sorgen gebe ich einfach ab. Ja, ich bin am Testen wie sich das anfühlt, mit Gott zu gehen. Bis jetzt wurde mein Leben einfacher und leichter. Hoffentlich schaffe ich es irgendwann, alle meine Sorgen abzugeben und einfach alles zu übergeben. Mal schauen wie sich das Ganze entwickelt. Ich bin ja erst am Anfang des Wieder-Lernprozesses.

 

PS:

Hast du gewusst, dass der Regenbogen ein Zeichen Gottes ist? Seit ich dies weiss, haben Regenbögen eine ganz neue Bedeutung für mich und ich finde sie noch schöner als vorher.

Der „Bogen, den ich in die Wolken setze”, wurde Noah von Gott als ein Zeichen gegeben, dass Er die Erde nicht noch einmal durch eine Flut vernichten würde (1. Mo 9,13-16).

 

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