Die Entscheidung zu vergeben

In dem Moment, in dem uns jemand verletzt, reagieren wir oft unbedacht. Wir verhalten uns selber entweder verletzend, wütend, sind erstarrt oder ziehen uns in uns zurück. Dabei haben wir vielleicht das Gefühl, dass diese Person uns dies absichtlich angetan hat. Hast du rückblickend mal daran gedacht, dass diese Person in ihrem Leben auch bereits viele Verletzungen erlebt hat und sich möglicherweise nicht anders verhalten kann. So wie jede Person in ihrem Leben so vieles erlebt hat und damit versucht umzugehen. Es gibt Leute, die ihr ganzes Leben lang einen Groll gegen Situationen/Personen mit sich herumtragen. Und nie mehr davon loskommen. Und sich jedes Mal wieder so verhalten. Oh je…

 

Wenn du diesen Blogbeitrag liest, dann willst du vermutlich etwas ändern an dieser Situation. Du hast dich entschieden etwas zu unternehmen, damit du deinen Gefühlen und Verletzungen von anderen nicht mehr so ausgesetzt bist.

 

Wenn wir liebevoll auf solch eine verletzende Begebenheit zurückschauen, dann können wir versuchen diese ganz neutral zu beobachten. Wir können uns vorstellen, wie die beteiligten Personen sich nach dem Vorfall die Hände geben und sich gegenseitig vergeben. Vergib der anderen Person von ganzem Herzen und auch dir, dass du dieses Ereignis so lange mit dir herumgetragen hast.

 

Spürst du die Erleichterung in deinem Inneren? Das Loslassen des Vorfalls ist so befreiend, so erlösend. Wir benötigen Energie um uns an verletzende Vorfälle zu erinnern und beim Vergeben lassen wir los und bekommen dafür Energie geschenkt. Dankbar nehmen wir diese Energie wieder zu uns zurück und freuen uns an unserem Lernerfolg.

 

Immer wenn schmerzhafte Bilder aus der Vergangenheit aufkommen, dann darfst du einfach vergeben und loslassen. Es ist sehr befreiend!

 

Wenn du noch weitergehen möchtest, dann gibt es ein hawaiianisches Vergebungsritual, das Ho’oponopono. Das bedeutet in etwa «etwas in Ordnung bringen». Verletzungen sind also in Unordnung geratene Energien, welche man wieder ordnen möchte. Schöner Gedanke.

 

Gemäss dem Grundgedanken von Ho’oponopono werden dabei alte seelische Wunden, ebenso negative Gedanken, Gefühle und Verletzungen in Frieden gebracht und ausgesöhnt.

 

Hier sind die 4 Sätze, welche beim Ho’oponopono verwendet werden

 

Es tut mir leid

(möglicherweise hat man sich auch nicht ganz korrekt verhalten und möchte sich für die verletzenden Worte/Taten entschuldigen)

 

Bitte verzeih mir 

(so wie ich dem anderen verzeihe, möchte ich auch um Verzeihung für mich und mein Verhalten bitten und mir selber vergeben)

 

Ich liebe dich

(dies ist meist der schwierigste Schritt, den anderen mit liebevollen Augen zu sehen, damit man ihn so akzeptieren kann wie er ist)

 

Danke

(Dankbarkeit empfinden für diese Erfahrung und das Lernen daraus)

 

 

In diesem Sinne sage ich Aloha und wünsche erlösendes Vergeben.

 

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