Der Lebens-Rucksack

Wenn wir in unser Leben starten, dann haben wir bereits einen Rucksack mit Lebensaufgaben dabei. Der Rucksack ist gefüllt mit Familienthemen, eigenen Altlasten und neuen Aufgaben. Bevor wir geboren werden, haben wir uns bereit erklärt, diese Themen in diesem Leben anzuschauen und wir hoffen so viel als möglich zu erledigen.

  

Meistens sind wir uns dessen nach einigen Lebensjahren nicht mehr bewusst, da wir in unseren ersten Lebensjahren alles vergessen, was wir vorher gewusst haben. Viele Menschen suchen nach dem Sinn des Lebens und nach dem «warum bin ich hier». Wenn wir Glück haben, dann erkennen wir vielleicht, dass wir Aufgaben haben, welche zu lösen sind. Dabei wissen wir jedoch noch nicht was diese sind und wie wir sie lösen können. Die Suche nach dem Sinn der Aufgaben und deren Lösung führt uns dabei an verschiedene Lebensstationen und wir lernen immer mehr.

 

Manchmal stelle ich mir dies wie eine Reise mit vorgegebenen Rastplätzen vor. Die Reiseroute bestimmen wir selber, ob leicht oder schwer, nur der nächste Rastplatz ist vorgegeben. Und so geht es immer weiter, von einem Ort zum nächsten. Bei unserer Reise lernen wir viele Leute, Ideen und auch neues Gedankengut kennen. Es liegt an uns, ob wir dieses Wissen aufnehmen oder doch lieber gleich wieder vergessen. Wenn wir das Wissen gleich wieder vergessen, dann führt uns unser Weg auf eine neue Strecke, damit wir eine neue Version des gleichen Wissens hören/lernen dürfen. Solange bis wir dieses Wissen aufnehmen, integrieren und umsetzen. Es besteht auch die Möglichkeit, dass wir erst durch die Umwege zu dem benötigten Wissen kommen. Wenn wir das benötigte Wissen aufgenommen und vollständig integriert haben, dann geht es weiter zum nächsten Rastplatz. Die ersten Stationen dienen dabei dem Aufwachen und Erkennen.

 

So verläuft unser Leben nach unserem eigenen, freien Willen, bis wir irgendwann soweit sind und erkennen, dass es da noch mehr gibt. Nämlich dass wir einen Lebens-Rucksack haben und die Lösung dieses Rucksacks unsere Aufgabe wäre. Als ich dies erkannt habe, war mein Lebens-Rucksack sogar noch weiter angefüllt als bei der Geburt. Bei vielen Lebensereignissen und Umwegen habe ich erst später verstanden, dass sie mir helfen sollten, die mir gestellten Aufgaben zu lösen.

 

Sobald das Erwachen und Erkennen stattgefunden hat, wird die Reise zwar herausfordernder, aber für mich war es gleichzeitig auch eine Erleichterung. Endlich kannte ich mein Ziel! Und dieses Ziel will ich unbedingt erreichen. Je mehr ich meinen Rucksack leere, desto einfacher wird mein Leben.

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